Facebook ersetzt Website: Zukunftsweisend oder abenteuerlich?
Tuesday, July 27th, 2010
In der vergangenen Woche hat das Männermagazin FHM angekündigt die eigene Website abzuschalten und die Online-Kommunikation nur noch über eine Facebook-Fanpage abzuwickeln.
In Blogs und Social-Media-Kanälen wurde diesem Schritt viel Beachtung geschenkt, wohl nicht zuletzt weil er einige Risiken birgt. So hat sich bereits gezeigt, dass blindes Vertrauen in Facebook ins Auge gehen kann. Dass Facebook die eigene Website nicht nur ergänzt, sondern gleich ganz ersetzt, führt zu einem beispiellosen Abhängigkeitsverhältnis. Ausserdem muss man sich in einer solchen Konstellation damit abfinden, dass Zielgruppen ohne Facebook-Profil nicht erreicht werden können.
Gleichzeitig führt der Entscheid von FHM einmal mehr vor Augen, dass Facebook nicht nur quantitativ immer grösser wird, sondern auch qualitativ immer mehr Facetten hinzugewinnt. Immer mehr Menschen verbringen immer mehr Zeit mit Facebooken. Deshalb ist schon länger klar, dass Facebook potentiell eine Bank, eine Fluggesellschaft oder ein Was-auch-immer-Webshop sein könnte – die Aufmerksamkeit und die Kaufbereitschaft der Nutzerinnen und Nutzer wären vorhanden. Darüber hinaus liefert FHM noch mehr Anschauungsunterricht für Leute und Unternehmen, die lernen sollten über ihre eigene Website hinaus zu denken. Denn Online-Präsenz und Online-Strategien beschränken sich nicht auf www.meinedomain.ch, vielmehr sollte der Fokus auf Google, Twitter und Facebook gerichtet werden.
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