Greenpeace provoziert mit Social Media, Nestlé antwortet mit Corporate Social Responsibility (CSR)
Monday, March 22nd, 2010
Die Auseinandersetzung, die in den vergangenen Tagen viel Aufsehen erregte und eine Vielzahl an Bloggern und Twitterern aktivierte, begann mit diesem Video:
Das Video wurde lanciert, nachdem Greenpeace Nestlé-Mitarbeitende zu einer Pause eingeladen hat. Für die Herstellung des Nestlé-Pausensnacks “Kitkat” wird Palmöl aus Indonesien verwendet. Greenpeace wirft Nestlé vor, zur Zerstörung des indonesischen Urwalds und damit zur Vernichtung der Lebensgrundlage von bedrohten Orang-Utans beizutragen. Mittlerweile hat Nestlé den Vertrag mit dem fehlbaren Palmöl-Hersteller gekündigt. Die virale Verbreitung des Videos kam erst richtig in Fahrt, als Nestlé ultimativ forderte, Greenpeace müsse das Video auf Youtube löschen. Es folgte ein schönes Beispiel des Streisand-Effekts: Der Versuch, bestimmte Informationen zu entfernen, führt dazu, dass diese noch stärker verbreitet werden.
Mithilfe von Social Media hat es Greenpeace also geschafft, den Forderungen zum Schutz der Orang-Utans und des indonesischen Urwaldes Gehör zu verschaffen. Gleichzeitig hat sich Nestlé die Möglichkeit geboten die Wertschätzung des Konzerns für Corporate Social Responsibility (CSR) unter Beweis zu stellen und sich dadurch zu profilieren. Wie bereits in der Auseinandersetzung zwischen dem Filmemacher Kevin Smith und Southwest Airlines ist es durchaus denkbar, dass letztlich Greenpeace und Nestlé profitieren weil sie ihre Bekanntheit steigern konnten und im Fall von Nestlé einigermassen souverän reagiert haben.
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